Am Ende des Jahres schaut man oft zurück: Was haben wir erreicht, was haben wir noch nicht erreicht? Zwischen dem Wunsch, Mögliches möglich zu machen, und unseren Erwartungen steht die entscheidende Frage, ob Entscheidungen auf Fakten und realistischen Rahmenbedingungen beruhen oder auf Meinungen.
Ob es um die Möglichkeiten einer Stadt, einer Familie oder eines einzelnen Menschen geht: Maßgeblich sollten Tatsachen sein, nicht allein Wünsche. In einer Familie wie auch in einer Stadtkasse gilt, dass wir nur das ausgeben können, was vorhanden ist. Gleichzeitig braucht es Kreativität, verantwortungsvolle Planung und Menschen, die bereit sind, Verantwortung mitzutragen.
Unterschiedliche Meinungen gehören dazu – in Familien ebenso wie in einer Stadt mit über dreißigtausend Einwohnern. Entscheidend ist, dass jeder seine Meinung äußern darf und dass wir im respektvollen Gespräch bleiben. Zuhören und Augenhöhe sind dabei zentrale Voraussetzungen einer lebendigen Demokratie.
Diese sachliche, dialogorientierte Grundhaltung halte ich für richtig und unterstützenswert. Sie zeigt sich auch in der Arbeit von Matthias Rudolph, Bürgermeister von Fürstenwalde/Spree, der Ergebnisse einordnet, Grenzen benennt und Entscheidungen an Fakten ausrichtet.
Gemeinsam Verantwortung zu tragen und im Gespräch zu bleiben, ist die beste Grundlage, um das Erreichte zu sichern und den weiteren Weg verantwortungsvoll zu gestalten.
