Ganztag – wenn Schule, Hort und Stadt zusammenarbeiten

Teilweise wird Ganztag in Brandenburg schon lange gelebt. Ab 2026 gilt zusätzlich der Rechtsanspruch im Grundschulalter. Auch für Fürstenwalde heißt das: Schule und Hort müssen als Einheit arbeiten.

Die Herausforderung liegt in der Umsetzung. Über viele Jahre haben beide Bereiche räumlich und organisatorisch zu weit voneinander entfernt gearbeitet. Mit getrennten Abläufen und klar abgegrenzten Zuständigkeiten. Kinder wechseln am Nachmittag den Standort, dadurch entstehen Wege und Brüche, der Abstimmungsaufwand steigt. Das ist auf Dauer nicht tragfähig.

Hinzu kommt der Fachkräftemangel. Mehr Betreuungszeit bedeutet mehr Personalbedarf. Diese Situation können wir nicht ignorieren, wir müssen sie strukturell lösen.

Deshalb richten wir unsere Standorte neu aus. Wo Schule und Hort an einem Ort zusammenarbeiten, entstehen klare Abläufe und verbindliche Zuständigkeiten. Räume werden gemeinsam genutzt. Das erleichtert den Alltag für Kinder, Eltern und Personal. Der Campusgedanke ist dafür ein praktischer Ansatz. Er sorgt für kurze Wege und klare Strukturen.

Mit der Sonnengrundschule setzen wir das um. Weitere Standorte prüfen wir konsequent unter diesem Gesichtspunkt.

Ganztag braucht Organisation. Genau daran arbeiten wir.