Jana Pade

Hallo zusammen,

ich habe viele Beiträge zur Stichwahl am 26.04.2026 gelesen, mir Veranstaltungen und Aussagen der Kandidaten angesehen und kam nun doch nicht mehr umhin, auch meine Meinung zu veröffentlichen. Bildet euch eure eigene Meinung.

Was mir in den letzten Tagen aufgefallen ist?

Für oder gegen eine oder mehrere Parteien zu sein, scheint für einige Einwohner:innen ein legitimer und vor allem ausreichender Grund zu sein, einen Kandidaten zu bevorzugen oder auszuschließen. Klar, kann man so machen, aber nicht die Parteien sitzen im letztlich im Rathaus, sondern die Person, die zur Wahl steht. Und das Ziel aller gewählten Vertreter im Amt sollte das Wohl von Fürstenwalde und deren Einwohnerinnen und Einwohnern sein.

Das gilt auch für unsere streitlustigen Stadtverordneten, die ja als gewählte Vertreter vor allem das Meinungsbild der Bürger:innen vertreten sollen und damit einen Hauptanteil an der Bürgerbeteiligung auf der politischen Ebene tragen. Aber das nur am Rande.

Letztens las ich hier erneut einen Kommentar, das M. Papendieck so eine nette Persönlichkeit sei und er deshalb gewählt werden sollte. Und ja, das ist mir auch aufgefallen, aber brauchen wir einen Bürgermeister, der in erster Linie zu allen nett ist und sein will?

Was mir in all den Debatten bei Herrn Papendieck aufgefallen ist, klar er ist nett. Aber vor allem wirkt er auf mich stark angepasst, mit großem Wunsch allen zu gefallen, oft ausweichend und neigt dazu es allen recht machen zu wollen.

Das fällt besonders bei den Antworten auf Fragen auf, bei denen er sich klar positionieren müsste, die Antwort aber nicht jedem gefällt. Anstatt klar Stellung zu beziehen, windet er sich mit diplomatischem Geschick aus der Frage, weicht aus und versucht das Thema zu umschiffen, indem er vom Kernpunkt ablenkt. Das scheint sein „Politiker-Gen“ zu sein – Glückwunsch Herr Papendieck, das können Sie wirklich toll und sehr eloquent!

ABER, ich sehe bei ihm weder Durchsetzungsstärke, Verlässlichkeit noch Konfliktfähigkeit oder klare Kommunikation. Was ich aber immer wieder beobachte und auch in seinem Abstimmungsverhalten als Bundestagsabgeordneter erkennen konnte, ist ein großes Harmoniebedürfnis, vor allem ist das in seinen Äußerungen bezüglich der Stadtverordneten zu erkennen. Es fehlt mir aber Meinungsstabilität und Charakterstärke, denn das benötigt diese Stadt.

Ich möchte einen Bürgermeister, der in der Lage ist, sich gegen den Wind zu stellen – statt ständig wie ein Fähnchen zu wehen. Jemanden, der in der Lage ist Kritik auszuhalten und vor allem jemanden, der verlässlich in seinen Aussagen und Handlungen ist und die Dinge beim Namen nennt. Denn in Fürstenwalde ist der Ton bekanntermaßen etwas rauer und dafür benötigt die Verwaltungsspitze dieser Stadt eine hohe Resilienz und oft auch ein dickes Fell.

Matthias Rudolph ist daher für mich nicht nur die richtige Wahl, weil ich seit Jahren stilles Mitglied im BFZ – Bündnis Fürstenwalder Zukunft e.V. bin, sondern weil er Persönlichkeitsmerkmale mitbringt, die ich von einer Person erwarte, die sich im Land, im Landkreis oder auch im Zweckverband und weiteren Aufsichtsräten für meine Stadt und die Bedürfnisse der Bürger:innen einsetzt und das vor allem gegen die dortigen Widerstände.

Das hat er in den letzten 8 Jahren getan, vielleicht nicht immer nett, aber sehr konsequent. Er hat nicht immer den richtigen Ton getroffen und er war nicht immer diplomatisch, das ist kein Geheimnis. Aber nach meiner Ansicht brauchen wir keinen Politiker oder Diplomaten an der Verwaltungsspitze, sondern jemanden, der die städtischen Probleme aus erster Hand kennt (nicht nur vom Hörensagen), der dort anpackt, wo es notwendig ist – auch wenn es weh tut und dann pragmatisch Lösungen findet, die wirken.

Deshalb habe ich Matthias Rudolph gewählt – keine Partei, sondern eine Person.

Meine Bitte an euch ist, geht am 26.4.2026 zur Stichwahl oder nutzt, wie ich die Briefwahl oder das Wahllokal im Bürgerbüro bis morgen.

Ihr habt eine Stimme, die zählt. Also gebt sie ab!