Kitaeigenbetrieb – Ein Neuanfang für die Fürstenwalder Kitas

Der Beschluss, einen eigenen Kita-Eigenbetrieb zu gründen, war ein wichtiger Schritt für Fürstenwalde. Er ist das Ergebnis intensiver Diskussionen und schwieriger Erfahrungen – vor allem der Krise rund um den Hort „Sternschnuppe“.

Diese Situation hat deutlich gemacht, dass unsere bisherigen Abläufe zu anfällig waren und Verantwortung zu stark verteilt war. Mir ging es nicht darum, Schuldige zu suchen. Mir ging es darum, Strukturen zu verbessern.

Für mich war die Frage nie ideologisch. Es geht nicht um „städtisch“ oder „frei“. Es geht darum, ob Betreuung im Alltag verlässlich funktioniert.

Mit dem Kita-Eigenbetrieb bündeln wir Verantwortung in einer klaren Organisationsstruktur. Personalplanung, Vertretungen und Abläufe werden zentral gesteuert. Zuständigkeiten sind eindeutig geregelt.

Ich erwarte davon mehr Übersicht und bessere Steuerbarkeit – besonders in Zeiten von Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen.

Ein Eigenbetrieb ist keine Wunderlösung. Er ersetzt kein fehlendes Personal und verändert keine gesetzlichen Rahmenbedingungen. Aber er schafft eine Struktur, die Probleme früher sichtbar macht und schneller reagieren kann.

Für Eltern ändert sich bewusst nichts an den politischen Entscheidungen zu Beiträgen, Essenspreisen oder Bauvorhaben. Verantwortung bleibt bei der Stadt.

Der Kita-Eigenbetrieb ist kein Selbstzweck. Er ist ein organisatorischer Schritt, um Betreuung verlässlicher zu machen.